Geschichte der SediniaWie bei vielen anderen Landsmannschaften auch, liegt der Ursprung der Landsmannschaft Sedinia in einem Zusammenschluss von Abiturienten, die, indem sie sich auf ihre gemeinsame Heimat besannen, in ihrem Studienort eine studentische Verbindung gründeten. So trafen sich in Berlin im Jahre 1880 ehemalige Schüler der Stettiner Gymnasien zum sogenannten “Stettiner Abend”, was schließlich am 5. Mai des Jahres 1885 zur Gründung des “Akademischen Vereins Sedinia” führte. Der Name leitet sich dabei von der Schutzgöttin Stettins “Sedinia” ab, als Wahlspruch wählten die Schüler jene lateinische Sentenz, die ihnen der Direktor des Stadtgymnasiums von Stettin in seiner Abschiedsrede mit auf den Weg gegeben hatte und der auch über der Haupttür des Prager Rathauses steht: “Dignitates memores ad optima intenti”' also “Der Würde eingedenk, zum Besten angestrengt”. In dieser Zeit entstanden auch Wappen und Zirkel, wobei im Wappen die Farben blau-rot-blau als Farben der Stadt Stettin auftauchen. Als Mitglieder wurden lediglich Studenten zugelassen, die in Pommern geboren wurden, dort eine höhere Schule besucht hatten, sowie Söhne von Sedinen. Dieses sogenannte 'Pommernprinzip' entsprach dem Ziel der Sedinia, die in Berlin studierenden Pommern zu einem Bunde zu vereinen, das landsmannschaftliche Prinzip hochzuhalten. Durch die doch bedenklich kleine Aktivenzahl beschloss man im selben Jahr (in welchem Jahr), das Pommernprinzip zu lockern. Fortan musste nur noch die Hälfte der Aktivitas in Pommern geboren sein oder zumindest dort die Schule besucht haben. Nachdem sich der Altherrenverband im Wintersemester 1908/09 in “Sedinia Landsmannschaft der Pommern” umbenannt hatte, beschloß man zum 25. Stiftungsfest im WS 1911/12 zunächst die Anlegung einer Kneipcouleur. Die Mützenfarbe war blau mit rotem Grundrand und das Band blau-rot-blau. Kurze Zeit später wurde jedoch - nach leidenschaftlicher Diskussion im Wintersemester 1913 offene Vollcouleur angelegt. Von nun an trugen die Burschen die vier Farben hellblau-weiß (als Pommerncouleur) rot-dunkelblau (als die Stettiner Stadtfarben), während die Füxe die Farben dunkelblau-rot-dunkelblau behielten. Nach den Schrecken des 1. Weltkrieges gingen die jungen Aktiven an den Wiederaufbau des Bundes, so daß am 15.05.1919 ein Neugründungsconvent abgehalten werden konnte. Nachdem man bereits mehrmalig das Kneiplokal gewechselt hatte, fand man endlich eine eigene Wohnung, die am Ende des Jahres 1925 eingeweiht werden konnte. Auch ein Faxen-Ehepaar wurde eingestellt. 1926 tritt Sedinia in den Verband der Deutschen Landsmannschaften ein. Seit 1931 hatten die Sedinen ein neues Heim; es war ein mehrstöckiges Korporationshaus, in dem sie das Hochparterre bezogen hatten. Im Zweiten Weltkrieg verloren die Sedinen 10 Bundesbrüder und mit einem Stamm von 40-60 Alten Herren schien es nach Kriegsende wenig wahrscheinlich, eine überlebensfähige Aktivitas wiederaufbauen zu können. So entschloß man sich aus finanziellen Gründen zur Verschmelzung. Die “Pommerania-Halle”, die ihre neue Heimat in Aachen gefunden hatte, kam für eine Verschmelzung nicht in Frage, da sich die Mehrzahl der Sedinen für einen zentral gelegenen Hochschulort aussprachen. Nachdem zunächst Verhandlungen mit der Marburger Landsmannschaft “Hasso-Guestfalia” wegen unannehmbarer Bedingungen abgebrochen worden waren, gab die persönliche Freundschaft zwischen dem Altherrenvorsitzenden der Landsmannschaft Sedinia Dr. Deckwirth und dem Altherrenvorsitzenden der Landsmannschaft Verdensia Dr. Dahlgrün den entscheidenden Ausschlag. Am 10.05.1952 auf der Semesterantrittskneipe der Verdensia in der “Alten Fink” zu Göttingen wurde dann feierlich die Verschmelzung vollzogen. Seitdem führt die Verdensia die Tradition der Landsmannschaft Sedinia weiter. Das Verdenserhaus in der Theaterstraße 15 beherbergt ein Traditionszimmer der Sedinia und als äußeres Zeichen tragen Chargierte und Alte Herren die Sedinenfarben. Die Landsmannschaft Sedinia
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