Die waghalsige Coburgreise 2007aus der Sicht einiger RitteranwärterpraktikantenEs begab sich eines Tages, es war der fünfte Tag der Woche, dass sich vier Ritteranwärterpraktikanten (Karsten "Jangtao" He, Marcel "Masu" Knaul, Christoph "Kleiner" Stanke, Wilbrand "Buwi" Krone) und zwei Ritter (Karl-Hermann "Kalle" Koch, und Florian "der rote Uwe" Bärmann) des Verdenserordens auf eine beschwerliche Reise aus ihrem Heimatstädtchen GÖttingen in eine ferne Stadt namens Coburg begaben. Von dieser Stadt wusste man nur, dass es gefährliche Cobras und viele andere Ritter gab, mit denen gemeinsam ein großes Fest gefeiert werden sollte. Man brach nun also voller Tatendrang in einer Kutsche, die von einem der Ritteranwärterpraktikanten (Buwi) in gekonnter Art und Weise gesteuert wurde, auf. Dennoch waren die anderen Reisenden etwas aufgeregt, was denn nun auf sie zukommen würde. Deshalb sollte der mitgebrachte Zaubertrank ein wenig Beruhigung verschaffen. Mit Hilfe des Zaubertrankes und einiger stimmungshebender Lieder gelang es nun auch nach einer beschwerlichen Reise das Ziel zu erreichen. Dort musste zunächst einmal das Schlafgemach untersucht und bezogen werden. Anschließend begab sich die Truppe auf Damenbesuch. Die "Loreley" war die auserwählte Dame dieser sechs edlen Herren, die ihrerseits den Herren wohlgesonnen war und ihnen zum Zeichen ihrer Zuneigung ebenfalls einiges von dem in Coburg sehr verbreiteten Zaubertrank gab. Bei der "Loreley" waren nun auch schon einige Ritter im Ruhestand und ein weiterer Ritteranwärterpraktikant mit ihren bezaubernden Damen eingetroffen, mit denen gemeinsam getafelt und gefeiert wurde, so dass bis in die frühen Morgenstunden keine einzige Kehle trocken blieb. Auch gab es Versuche, eine nette Konversation über die Ordensgrenze hinaus zu führen; doch wurde der nette Flyer, den ein Ritter (der rote Uwe) einem anderen zu geben versuchte, um diesen zu einer Teilnahme an einem Turnier einzuladen, in recht undankbarer Weise abgelehnt und auf den Boden geworfen. Auch dessen befreundeter Ritter schien sich seines Titels nicht würdig zu verhalten und kam der freundlichen Einladung ebenfalls nicht nach. Die Ritter in Ruhestand waren den Ritteranwärterpraktikanten und den beiden mitgereisten Rittern nach diesem Abend derart zugetan, dass sie sie für den sechsten Tag der Woche zu einem lehrreichen Ausflug einluden, in dem sie ihre Erfahrungen und Weisheiten so wie Geschichten von früher an die noch junge und naive Gruppe weitergeben konnten. So machte sich nun eine große Gemeinschaft - es waren sehr viele Ritter im Ruhestand gekommen, teilweise sogar noch mit ihren SprÖsslingen - auf in die Stadt Bamberg, um dort mehr über die Stadt, aber auch Nützliches für ihr zukünftiges Leben als Ritter zu lernen. So wurde beispielsweise verraten, wie man das Leder herstellt, das man doch immer mal wieder für Rüstungen oder Transportbeutel benÖtigt. Um sie allerdings nicht durch zuviel Lernen abzuschrecken, wurde natürlich auch wieder an den Zaubertrank gedacht und erklärt, wie sinnvoll es manchmal sein kann, den "Montag blau zu machen". Unvergessen soll auch die Schifffahrt sein, in der innerhalb von kürzester Zeit ein Hafen nach dem anderen angelaufen wurde, so dass man gar nicht wusste, was man zuerst bestaunen sollte: den großartigen Ausblick aus der Schleuse oder aber doch der dankenswerter Weise erwähnte Kornspeicher an einem der Hafen. Als es dann dunkelte und die gesamte Schar ein wenig ermüdet war, begab man sich wieder zur "Loreley", um den vergangenen Tag mit einem frÖhlichen Ende zu krÖnen. Im Morgengrauen des nächsten Tages machte sich ein großer Teil der nun schon eingespielten Gruppe - der andere Teil der Gruppe kam mit der Sonnenuhr nicht klar und verschätzte sich ein wenig, was die Dauer von fünf Minuten betrifft - auf den Weg, um erneut die Ritter im Ruhestand zu begleiten. Es ging nun in das muntere Städtchen Sesslach. Mutter Natur meinte es gut mit ihren GeschÖpfen, und so konnte ein sonniger Tag sowohl auf dem ansässigen Markt als auch beim Stadtfest verbracht werden. Doch all dies wäre natürlich nichts ohne eine weitere Kutschfahrt gewesen, auf der die immer gut befeuchteten Kehlen unserer Recken ihre "vollendete" Sangeskunst darboten. Nach diesem erfolgreichen Ausflug besannen sich die Ritter des eigentlichen Grundes ihrer Präsenz in Coburg und begaben sich des Abends auf einen riesigen Festkommers. 100 verschiedene Orden feierten gemeinsam, und der Farbenreichtum ihrer Gewänder gab ein beeindruckendes Bild ab. Doch wer dachte, bei einem Festkommers ginge es lediglich um Heiterkeit und ein frohes Beisammensein, der sah sich zwar in der ersten frÖhlichen Stunde durchaus bestätigt, musste aber anschließend feststellen, dass es sich wohl eher um eine Probe der Willenskraft gegenüber den natürlichen Bedürfnissen des KÖrpers handelte. Diese malträtiÖse Selbstkasteiung erreichte vermutlich den HÖhepunkt, als der Geist sich schon entspannen wollte, nachdem der Kommers geschlossen worden war, sich dann aber doch noch der Hürde ausgesetzt sah, den Ausmarsch der am edelsten gekleideten Ritter abzuwarten. Nachdem jedoch auch diese Hürde genommen war, gab es endlich die MÖglichkeit, aus dem Festzelt zu entrinnen, um der von der Sonne gequälten Natur etwas Gutes zu tun. So taten es nun auch Hundertschaften dieser Festgemeinde mit Hingabe und wurden dafür mit staunenden Blicken der Coburger DorfbevÖlkerung bedacht. Nach dieser milden Gabe an die Umwelt galt es eine weitere Aufgabe zu bestehen. Durch einen Ausfall etwas geschwächt, aber dennoch frohen Mutes, ging der Verdenserorden den Fackelzug an. Mit etwas mehr Haltung als der nachfolgende Orden "Gottinga" und - trotz des Ausfalles - auch mit mehr Teilnehmern als der vorwegmarschierende Orden aus Graz, konnte der Umzug erfolgreich bestritten und somit auch dieser Tag zu einem würdevollen Ende geführt werden. Aufgrund der sagenumwobenen Gefahren, die es mit sich führt, am nächsten Tage noch in dieser Stadt namens Coburg zu sein, blieben nur die wirklich hart gesotteten Verdenser zurück, während sich drei der Ritteranwärterpraktikanten in einer Nacht- und Nebelaktion in Sicherheit brachten. (Auch wenn der Nebel dieser Nacht ein wenig unterschätzt wurde). Einen Tag später waren tatsächlich alle wieder in den heimischen Mauern vereint, und man wird noch lange von den Abenteuern berichten, die diese mutige sechskÖpfige Truppe in einem fernen Städtchen namens Coburg zu überleben vermochte.
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